Vollversammlung: Burschis und Verbinder raus...

 

... aus der Liste der studentischen Gruppierungen auf der Homepage der Uni!
In letzter Zeit sind vermehrt Aktivitäten von Burschenschaften und Verbindungen zu beobachten gewesen. Unser Antrag zielt darum auf eine klare Ablehnung dieser Organisationsformen! Verbindungen sollen von der Universität nicht auch noch mit dem Zugang zu Räumlichkeiten belohnt werden.

Die Vollversammlung hat unseren Antrag angenommen!

Die studentische Vollversammlung fordert die Universität dazu auf, Burschenschaften, studentischen Verbindungen, Corps und sonstigen Formen der Korporiertheit den Status der „Studentischen Vereinigung“ (§ 14 der Grundordnung der LUH) abzuerkennen und insbesondere von der Liste der Studentischen Gruppen auf der Homepage (http://www.uni-hannover.de/de/studium/studenten/studentische-gruppen/) zu entfernen.

Begründung

Mit dem Status als „Studentische Vereinigung“ geht insbesondere das Recht einher, die Räumlichkeiten der Universität für die eigenen Zwecke zu nutzen und bei bestimmten Veranstaltungen der Universität anwesend sein zu dürfen. Es ist unerträglich, dass Korporierte diese Sonderrechte für sich nutzen dürfen, obwohl sie Werte leben und vertreten, die mit dem An-spruch und dem Leitbild der Universität unvereinbar sind.

Insbesondere studentische Korporationen stehen dem Leitbild der verfassten Studierendenschaft fundamental entgegen. So ist es nicht allen Studierenden möglich sich diesen anzuschließen. Frauen, Kriegsdienstverweiger, Homo- und Transsexuelle uvm. können nicht Mitglied werden, teilweise sind diese nicht einmal in deren Häusern erlaubt. Frauen werden allenfalls als schmückendes Beiwerk betrachtet. Ein solches Menschenbild ist entlarvend, ekelhaft und grundsätzlich abzulehnen.

Darüber hinaus gibt es immer wieder Verbindungen von Burschenschaftlern zu Neonazis und rechtsradikalen Menschen. Aber auch Mitglieder von studentischen Verbindungen fallen regelmäßig durch fremdenfeindliche Äußerungen und insbesondere durch abstoßend-sexistisches Gebaren auf.

Eine Universität, die sich gerne mit ihren Errungenschaften um die Gleichstellung schmückt und die Arbeitsgruppen und Aktionsformen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit fördert, muss auch gegen solche Tendenzen in der Studierendenschaft vorgehen.

Die Möglichkeit, dass Corps, Verbindungen und Burschenschaften von den Vorzügen studentischer Gruppierungen profitieren können ist nicht länger hinnehmbar!

 


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