Wahlprogramm zum Studentischen Rat 2016/17

Dem Morgenrot entgegen. Für eine rote Uni der Menschen, nicht des Kapitals.

Das haben wir erreicht.

Aktive Hochschulpolitik

In der gerade endenden Wahlperiode sind wir die größte Gruppe im StuRa mit 6 direktgewählten und mehreren delegierten Mitgliedern. Wir haben aktive Fachschaftsgruppen an der PhilFak und bei den Jurist*innen und sitzen in der Juristischen Fakultät im Fakultätsrat. Außerdem besetzen wir zahlreiche Posten in den Gremien, z.B. in der Studienqualitätskommission, der Lehrkommission, dem Verwaltungsrat des StuWerks und zahlreicher Studienkommissionen. Schließlich stellen Jusos auch viele wichtige Posten der Studierendenschaft, darunter den Präsidenten und die Vizepräsidentin des StuRas, sowie das Sprecher*innenteam der Fachschaft Jura. Für uns war und ist es immer selbstverständlich, unsere Mandate ernst zunehmen und diese aktiv mit Leben zu füllen.

Wir glauben, dass wir durch unser Engagement die Hochschule zu einem besseren Ort machen können. Darum wollen wir auch in der kommenden Legislatur aktiv bleiben und so das Beste für euch rausholen.

 

Reader und Skripte

Mit der Abschaffung der Studiengebühren haben einige Fakultäten damit angefangen, die Studierenden wieder für Skripte und Reader zahlen zu lassen. Das ist völlig unverständlich, da das Land die Studiengebühren zu 100% durch Studienqualitätsmittel ersetzt hat. Wir haben daher mehrere Anträge im StuRa eingebracht und dem Präsidium eine Stellungnahme abgefordert. Das hat dazu geführt, dass vom Präsidium ein Beschluss bezüglich der Kosten von Readern und Skripten erlassen worden ist. Solche müssen in Zukunft grundsätzlich kostenlos sein. Schutzgebühren sind nicht erlaubt.

Leider scheint das viele Dozierende nicht zu stören und sie erheben immer noch rechtswidrig Gebühren. Darum bleiben wir dran und werden gegen derartige Umgehungsversuche vorgehen. Gute Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen!

 

Politik des StuWerks mitgestaltet

Bezahlbarer und guter Wohnraum, Internetzugang für Studierende, günstiges aber qualitativ hochwertiges Mensaessen, veganes Essen und vieles mehr. Das waren und sind einige unserer Ziele, für die wir uns kontinuierlich in den Gremien des StuWerks einsetzen. Auch hier werden wir nicht locker lassen und uns weiterhin für die Interessen der Studierenden einsetzen.

 

Senatsarbeit mitgestaltet

Als größte und aktivste Hochschulgruppe haben wir auch dieses Jahr die Senatspolitik über eine Mitwirkung in der Kritischen Liste mitgestaltet. Wir wollen aber nicht nur mitwirken, sondern konkret gestalten!

Darüber hinaus haben die Jusos die Senatsarbeit durch die neue Sachbearbeiter*innenstelle "Koordination Akademische Hochschulpolitik" unterstützt. Auch der vom StuRa beschlossene Antrag, die Grundordnung der Uni zu ändern und zwei weitere studentische Senatsmitglieder zuzulassen, die mit beratender Stimme an den Sitzungen teilnehmen, hat direkte Auswirkungen auf die Unipolitik und wird die Position der Studierenden langfristig stärken.

 

Studienqualitätsmittel

Die Studiengebühren wurden vom Land zu 100% durch die Studienqualitätsmittel (SQM) ersetzt. In der Studienqualitätskommission haben wir dank einer guten und aktiven Senatsarbeit der Studierenden eine Mehrheit gegenüber den Professor*innen.

Gemeinsam mit anderen Studis der Kritischen Liste haben wir die Mehrheit der Studierenden in der Kommission aktiv genutzt. Dabei haben wir nicht nur Transparenz bei der Mittelvergabe geschaffen, sondern auch ein eigenes Verteilungsmodell entwickelt, die Mitbestimmungsrechte der StuKos gestärkt und viele Projekte der Studierendenschaft finanziell abgesichert.

 

Fachschaftsfinanzen gesichert und reformiert

Auf unsere Initiative hin wurde eine AG Finanzordnung einberufen, die die antike Finanzordnung der Studierendenschaft überarbeitet hat. Neben klareren Regelungen enthält die neue Finanzordnung eine Erhöhung des Fachschaftenanteils um bis zu 80%, ohne dabei die Kosten für die einzelnen Studierenden zu erhöhen. So können auch kleinere Fachschaften in Zukunft größere Projekte für ihre Studis stemmen!

 

Politische Mitgestaltung des neuen Landeshochschulgesetzes

Die Jusos und Unabhängigen haben maßgeblich bei der Mitgestaltung des neuen Landeshochschulgesetzes (NHG-Novelle) mitgewirkt. Somit kamen wir unter anderem unserem Ziel der letzten Wahl nach, Anwesenheitslisten endgültig aus dem Uni-Alltag zu verbannen und somit ein autonomeres Studium zu ermöglichen.

 

Umfassende Uni-Karte

Aufgrund von anhaltenden Bemühungen der Juso-HSG hat die Universität Hannover eine Sachbearbeiter*innenstelle bezüglich der Einführung einer Umfassenden Uni-Karte eingeführt. Diese soll dann neben den üblichen Funktionen der bereits bestehenden Karten (bezahlen in der Mensa und das Nutzen von Schließfächern), aber auch das Semesterticket beinhalten. Alle diese Funktionen werden dann in dieser einen Karte zusammengefasst werden.
Des Weiteren soll diese Karte umweltschonend und kostensparend sein und somit in jedem Semester lediglich neu validiert werden. Eine erneute Zusendung bzw. Produktion von Karten ist somit nicht nötig und spart Ressourcen.  

 

Impulsgebende Hochschulgruppe im StuRa

Darüber hinaus haben wir viele gute Ideen in den StuRa eingebracht, deren Umsetzung wir jetzt weiter verfolgen wollen:

- (Miet-)Verträge des StuWerks sollen für ausländische Studierende auch in Englisch bereitgestellt werden

- Einrichtung eines Copy-Centers, in dem Reader zentral an der Uni gedruckt werden können und in dem die Studis zum Selbstkostenpreis kopieren können

- Burschenschaften und Verbindungen den Status "Studentische Gruppierung" aberkennen und ihnen damit den Zugriff auf Räumlichkeiten an der Uni verwehren

- Satzung der Studierendenschaft geändert und so für bessere Gewaltenteilung gesorgt

 

Arbeit an Themen vergangener Legislaturperioden

Schließlich haben wir natürlich die Themen der letzten Jahren weiterverfolgt:

- An der Umsetzung der Musterprüfungsordnung haben wir über die Kritische Liste mitgewirkt

- Die Zivilklausel auch bei der Berufung des künftigen Uni-Präsidenten auf die Agenda gesetzt und darüber hinaus im Rahmen der geplanten NHG-Novelle vorangetrieben

- Die Mensapreisbremse, die auf unser Engagement zurückzuführen ist, bleibt auch dank unserer Vertreter*innen im StuWerk bestehen

- Schließlich stammen die Ergebnisse der Senats-AG gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus Juso-Hand

 

Das wollen wir erreichen.

Gutes Studium, gute Lehre.

Gute Studienbedingungen zu schaffen ist für uns die absolut wichtigste Aufgabe der Universität. Möglichst viele Menschen sollen in den Genuss eines qualitativ hochwertigen Studiums kommen. Das ist für uns gelebte Gleichstellungspolitik. An vielen Stellen hat die Uni aber noch Nachholbedarf. Deswegen arbeiten wir im StuRa, im Senat und in den anderen Gremien aktiv daran, möglichst viel davon zu verwirklichen. Insbesondere über die Studienqualitätsmittel, an deren Vergabe wir Jusos aktiv mitwirken, aber auch über unsere Kontakte in die Landespolitik wollen wir ein gutes Studium für alle ermöglichen.

 

Kritische Lehre – jetzt und in jedem Studiengang

Zu einem guten Studium gehört auch gute und kritische Lehre. Wir setzen uns daher aktiv gegen die Verschulung des Studiums ein und wollen nicht, dass sich die universitäre Lehre immer mehr den Bedürfnissen der Wirtschaft anpasst und zu einer Art "besserer Ausbildung" verkommt. Denn frei und kritisch denkende Persönlichkeiten sind etwas, dass unsere Gesellschaft dringender braucht als Fachidioten. So sollte das Studium jederzeit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Lerngegenständen einladen.

Vor allem die Teilnahme an fachfremden Veranstaltungen muss gefördert und anerkannt werden.

Auch die aktive Einbringung Studierender in die (Hochschul-) Politik und gesellschaftliches Engagement muss gefördert werden. Um dies zu ermöglichen, setzen wir uns für eine Entzerrung der Lehrpläne ein. Die Regelstudienzeit darf keine unumgängliche Vorgabe, sondern lediglich ein Richtwert sein.

Darüber hinaus sollen die einzelnen Fachbereiche ihre Wissenschaft ständig in Frage stellen. Wissenschaftsreflexion, bzw. das kritische Befassen mit dem Erlernten muss zum Standard werden. Insbesondere die einseitig kapitalistisch orientierte Monokultur der Wirtschaftswissenschaften muss durchbrochen und durch plurale Lehrangebote ergänzt werden.

 

Bibiliotheken ausfinanzieren und modern ausrüsten

Die Fachbibliotheken sind für das Selbststudium unerlässlich und oft vor allem für Studierende höherer Semester der Mittelpunkt des Studiums. Eine solide finanzielle Ausstattung für die verschiedenen Bibliotheken ist daher elementar. Wir fordern eine finanzielle Stärkung der FBKs, denn vielerorts fehlt es an Fachliteratur. Besonders kritisch ist aber die Sitz- und Arbeitsplatzsituation. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden!  Andere Universitäten sollten hier Vorbildfunktion haben.

Zusätzlich muss das Online-Angebot der Bibiliotheken dringend überarbeitet werden. Im Bereich E-Learning gibt es teilweise bis zu 10 verschiedene Portale in denen sich teils unterschiedliche, teils übereinstimmende Angebote finden. Hier ist eine Vereinfachung und Vereinheitlichung des bestehenden Angebotes notwendig.

 

Musterprüfungsordnung umsetzen, unsoziale Prüfungsordnungen beerdigen

Wir fordern eine umgehende Umsetzung der Musterprüfungsordnung. Das Präsidium muss einen Aktionsplan erstellen, damit möglichst viele Studis von den Regeln der Muster-PO profitieren können. Bei der Umsetzung werden wir darauf achten, dass es keine Verschlechterung der Studiensituation gibt.

 

Breitenförderung statt Elitenförderung

Wir wollen eine sinnvolle Verwendung der Mittel der Uni. Dabei muss erste Devise sein, dass möglichst viele Studierende von Verbesserungen und Projekten profitieren sollen. Die unverhältnismäßig starke Förderung von ohnehin privilegierten Studierenden lehnen wir ab. Inbesondere bei der Verteilung der Studienqualitätsmittel werden wir großen Wert darauf legen.

Auch ein Masterzugang mit einem abgeschlossenen Meister soll ermöglicht werden, um möglichst vielen verschiedenste Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Auch die Kommiliton*innen profitieren von der Einbringung praktischer Erfahrungen der gut ausgebildeten Meister.

 

Reader, Skripte und sonstige Lehrmittel müssen kostenlos bleiben...

... oder wieder werden. Durch unser Engagement im StuRa haben wir erwirkt, dass das Präsidium die grundsätzliche Kostenfreiheit von Lehrmaterial angeordnet hat. Leider ignorieren viele Dozierende diese Vorgabe ganz massiv oder stellen gar keine Materialien mehr zur Verfügung. Das ist für uns nicht hinnehmbar. Skripte, Reader und sonstige Materialien sollen auch in Zukunft kostenlos und ausgedruckt zur Verfügung stehen. Druckkosten sind aus Studienqualitätsmitteln zu finanzieren. Wir wollen die einzelnen StuKos für das Thema sensibilisieren, denn hier kann die Studierendenschaft direkt über die Finanzierungsfragen entscheiden!

 

Gleichberechtigung der Studiengänge

Die Universität Hannover setzt immer mehr auf technische und vermeintlich wirtschaftlich verwertbare Studienfächer. Dabei werden viele Studiengänge, insbesondere im Bereich der Geisteswissenschaften, immer mehr vernachlässigt.

Zahlreiche Studierende werden im Vergleich zu anderen also benachteiligt, da ihre Studienbedingungen nicht annähernd so gut sind wie die in technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern. So sind vielerorts fast alle Veranstaltungen überfüllt oder Studierende haben nicht die Möglichkeit Pflichtveranstaltungen zu besuchen. Dazu kommt, dass sogar Teile der Lehre von anderen Studierenden übernommen werden, da nicht ausreichend Lehrpersonal eingestellt wird. Wir sprechen uns gegen diese Ungleichbehandlung aus. Stattdessen machen wir uns für ein breites und ausgewogenes Fächerspektrum stark.

Auch bei den Studienqualitätsmitteln muss das deutlich werden. Wir lehnen eine Aufteilung nach "teuren" und "billigen" Studiengängen ab, da so die Situation vieler Studierender extrem verschlechtert werden würde. Stattdessen halten wir an der "Pro Kopf"-Verteilung der Mittel entschieden fest. Verbesserungen durch Studienqualitätsmittel müssen allen Studis gleichermaßen zugute kommen.


 

Garantierter NC-Freier Masterplatz und Erhalt von Masterstudiengängen

Bachelor-Absolvent*innen sollen einen Anspruch auf einen Master-Studienplatz haben. Das Bologna-System darf schließlich nicht dazu führen, dass Studierende aussortiert werden und sich in ihrem Studienfach nicht weiterbilden dürfen. Die Uni Hannover soll hier eine Vorreiterrolle übernehmen. Neben den bereits geschehenen Änderungen, muss es nun jedoch primär unsere Aufgabe sein, die Zusammenlegung von Masterstudiengängen bzw. den Wegfall dieser, zu verhindern. Eventuelle finanzielle Einbußen dürfen nicht auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden.

 

Zu volle Seminarräume bekämpfen - ausreichend Lehrkräfte einstellen

Voller Enthusiasmus kommt man als Er*Sie an den ersten Tagen zur Uni und ist total verblüfft von all den neuen Eindrücken, die an unserer Hochschule auf sie*ihn einrieseln. Insbesondere die Zusammenstellung des Stundenplans ist dabei in der Einführungswoche immer wieder ein großes Abenteuer für die neuen Studierenden. Die ersten Schocks lassen jedoch nicht lange auf sich warten. Wartelisten ohne Erfolgschancen auf Plätze in Seminaren, die für den Bachelor gebraucht werden, überfüllte Vorlesungssäle und generell zu wenig Aufmerksamkeit für Studierende von Seiten der Uni. Wir finden, dass das absolut nicht sein kann. In Zeiten, in denen eine Orientierung so oder so schwer fällt, in Zeiten, in denen sich die universitären Gebühren zu einer Art zweiter Studiengebühr erhöhen, sollte zumindest für alle Studierenden genügend Platz in den Studiengängen sein, in die er*sie sich schließlich hat einschreiben lassen. Deswegen fordern wir sofort die Einstellung weiterer Dozent*innen und das zur Verfügungstellen von weiteren Seminarräumen, insbesondere für verpflichtende Erstsemesterseminare.

 

Ausreichende Finanzierung - Gegen eine Uni des Humankapitals

„Und was kannst du später dann damit machen?“ Diesen Satz hat jede*r Geisteswissenschaftler*in im Laufe seines Studiums von einem Teil seiner Familie zumindest einmal gehört und das nervt. Die Uni ist letzten Endes doch nicht nur eine Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt, sondern viel mehr als das Formen von möglichst verwendbarem Humankapital. Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass Unternehmen und private Geldgeber an öffentlichen Universitäten keine Rolle spielen dürfen. Bildung ist Ländersache und nicht die Sache der freien Wirtschaft. Studierende als Humankapital? Nicht mit uns!

 

Open University - Universitären Zugang für geflüchtete Menschen verbessern

Gerade in der momentanen Situation, in welcher mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind, ist es an der Zeit, in jedem Feld der Gesellschaft Impulse für erfolgreiche Integration zu setzen, auch in der universitären Lehre. Aus diesem Grund setzen wir uns für einen verbesserten Zugang aller geflüchteten Menschen ein. Darunter zählen wir unter anderem die Akkreditierung von im Ausland erworbenen Studien-, Schul- und Berufsabschlüssen, welche ein Studium ermöglichen würden. Des Weiteren denken wir, dass insbesondere in der Zeit der Medialisierung keine Papierzertifikate mehr nötig sind. Deshalb ist eine Liberalisierung hin zu ungedruckten Zertifikaten (z.B. Fotografien von Zeugnissen) dringend nötig.


 

Lebensraum Uni

Die Universität ist für viele nicht nur Lernraum, sondern auch Lebensraum. Viele verbringen an der Uni sehr viel Zeit und sind daher auf die sozialen Einrichtungen angewiesen. Insbesondere das StuWerk leistet hier einen großen Beitrag zu einer guten Sozialstruktur. Wir wollen unseren Einfluss in den Gremien des StuWerks nutzen, um die Situation zu erhalten und zu verbessern. Darüber hinaus setzen wir uns auch beim Gesetzgeber für eine Intervention ein. Insbesondere im Rahmen der geplanten Novelle des Hochschulgesetzes können die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Sozialstrukturen an der Uni geschaffen werden.

 

StuWerk ausfinanzieren

Das StuWerk ist chronisch unterfinanziert. Vor kurzem musste es daher die Beiträge der Studierenden massiv anheben. Es kann nicht sein, dass hier Studiengebühren durch die Hintertür eingeführt werden. Das Land muss endlich einschreiten und Geld in die Hand nehmen. Das StuWerk muss ausfinanziert werden, sodass Studierende nicht die Zeche zahlen müssen. Der Empfehlung des Landesrechnungshofs, den Beitrag weiter zu erhöhen, kann man nur widersprechen.

 

Mensapreisbremse erhalten

Durch unser Engagement im StuWerk konnten wir eine Mensapreisbremse einführen. Studierende sollen maximal einmal pro Studium eine Preiserhöhung mitmachen müssen. Das wollen wir unbedingt erhalten, schließlich sind viele Studis jeden Tag auf ein günstiges Mensaessen angewiesen.

 

Qualität und Vielfalt des Mensaessens weiter ausbauen

Das Angebot der Mensa muss weiter ausgebaut werden. Insbesondere für Veganer*innen muss es bessere Angebote geben. Wir fordern eine tägliche warme vegane Mahlzeit. Gleichzeitig darf auch das nicht auf Kosten der Studierenden gehen. Die Mensapreise müssen stabil bleiben.

 

Hauptmensa sanieren und an aktuellen Bedarf anpassen

In diesem Jahr wurde in der Presse über den aktuellen Stand der Hauptmensa berichtet. Tenor war, dass die Mensa überdimensioniert ist und daher mit einem riesigen Minus wirtschaftet. Das Land oder die Stadt muss hier investieren. Die Hauptmensa muss endlich dem Bedarf angepasst werden. Die Räumlichkeiten können dann teilweise anders benutzt werden. Gleichzeitig darf das nicht dazu führen, dass die chronisch überfüllte Contine noch stärker belastet wird. Auch hier müssen Ausbaukonzepte geschaffen werden, die aber keinesfalls zu Lasten der hanOMacke gehen dürfen! Zur Entlastung kann aber auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten der Hauptmensa beitragen. Während die Contine bis in die Abendstunden geöffnet hat, ist bei der Hauptmensa um 14.30 Schluss. Auch in der Hauptmensa soll es darum eine lange Essensausgabe geben.

 

Ausbau des Bestandes an studentischen Wohnheimen

Die Wohnungsnot ist auch in Hannover groß; die Wartelisten für die Wohnheime ellenlang. Das muss auch das Land erkennen. Wir werden deshalb versuchen, das Land auf die Wohnungsnot aufmerksam zu machen und einen Ausbau der studentischen Wohnheime voranzutreiben. Gleichzeitig muss die Stadt dafür sorgen, dass bezahlbarer Wohnraum nicht durch teure Luxuswohnungen verdrängt wird. Wir brauchen einen Aktionsplan gegen Gentrifizierung!

 

Unbegrenzter Internetanschluss im Wohnheim

Bisher gibt es in den Wohnungen der Studierendenwohnheime eine feste, viel zu niedrige Begrenzung des Internetvolumens. Ist diese überschritten, so kann das Internet gar nicht mehr genutzt werden. Dass das so nicht akzeptabel ist, muss hier kaum ausgeführt werden, denn jede*r weiß, wie wichtig das Internet mittlerweile für das Studium geworden ist. Das StuWerk muss sich daher um den Ausbau der Infrastruktur bemühen.

 

Ausreichende Deutschangebote für internationale Studierende

Bereits in dieser StuRa-Wahlperiode haben wir uns dafür eingesetzt, dass ausländischen Studierenden Vertragsdokumente grundsätzlich auch in englischer Sprache bereitgestellt werden. Es kann schließlich nicht sein, dass Verträge unterschrieben werden sollen, die mangels Sprachkompetenz nicht verstanden werden können. Weiterhin setzen wir uns für ein größeres Angebot an Deutschkursen ein. Auch bei der Verteilung der Studienqualitätsmittel werden wir da ein Auge drauf haben. Das Fachsprachenzentrum benötigt hier mehr Unterstützung. Denn es kann auch nicht sein, dass für zwingende Deutschprüfungen hohe Gebühren verlangt werden, um daraus Stellen zu finanzieren. Die Leidtragenden sind hierbei die internationalen Studierenden.

 

Barrierefreier Campus

Der barrierefreie Ausbau des Campus ist ein Muss! Das betrifft insbesondere, aber nicht nur das Conti-Hochhaus. Es kann auch nicht sein, dass Studierende durch Fehlplanungen im Baumanagement den halben Conti-Campus nicht benutzen können, besonders wenn (um)gebaut wird! Auf Barrierefreiheit angewiesene Studierende ziehen hier sowieso den Kürzeren.

 

Abschaffung der Langzeitstudiengebühren und des Verwaltungsbeitrags

Nach der Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren müssen nun auch die Langzeitstudiengebühren folgen. Diese sind Ausdruck einer auf die Verwertbarkeit von Studierenden ausgelegten Logik: möglichst schnell fertig werden und möglichst wenig nach links und rechts gucken. Es ist ohnehin fraglich, ob die Erhebung der Gebühren die damit verbundenen Kosten in der Verwaltung rechtfertigen. Schließlich muss im Zuge der Reform des Hochschulgesetzes auch der Verwaltungskostenbetrag als "kleine Studiengebühren" folgen. Verwaltungskostenbeitrag und Langzeitsstudiengebühren sind genauso unsozial, wie die allgemeinen Studiengebühren es waren.

 

Semesterticket vom Land subventionieren

Der Fehler der Bahnprivatisierung lässt sich kaum rückgängig machen. In Niedersachsen erleben wir aber gerade in vollem Maße die Auswirkungen: es gibt eine regelrechte Zersplitterung der Bahngesellschaften. Damit einher geht eine intransparente Preispolitik, die sich insbesondere auf das Semesterticket auswirkt. Daher begrüßen wir die Initative des AStA, der ein landesweites Semesterticket einführen und dazu mit den anderen niedersächsischen Studierendenschaften kooperieren will. Doch auch hier kann der Gesetzgeber intervenieren und somit der willkürlichen Preispolitik ein Ende bereiten. Ein günstiges und umfassendes Semesterticket ist für uns Pflicht, weshalb wir auch weiterhin im StuRa für dieses eintreten weren.


 

Ausreichend BaFöG statt Elitenstipendien

Statt Geld in das Deutschlandstipendium und andere Prestigeprojekte zu stecken, sollte der Bund lieber eine echte BAföG-Reform anschieben. Wir sehen das BAföG als wichtigen Bestandteil eines selbstbestimmten Studiums. Stipendien für ohnehin Privilegierte lehnen wir ab. Dazu müssen wir und die Studierendenschaft sich vernetzen und ein Umdenken bei der Politik erwirken.

 

Studentische Freiräume

Wie auch in den vorherhigen Jahren wollen wir die bisherigen studentischen Freiräume an unserer Universität erhalten. Bei einem Erhalt des Status Quo können wir es dabei jedoch nicht belassen. Im nächsten Jahr bietet sich für die Studierendenschaft die seltene Gelegenheit die vorhandenen Freiräume zu verbessern und aufzuwerten, sowie neue studentische Freiräume erorbern zu können.  Zum einen bietet sich durch die Verteilung der Studienqualitätsmittel mit Studierendenbeteiligung die Möglichkeit Geld gezielt zur Sanierung und Aufwertung der bisher bestehenden studentischen Freiräume zu verwenden. Dies wurde bereits im vergangenen Jahr zu Gunsten der Sanierung des Elchkellers geschafft. Des Weiteren werden mit dem Wegzug der Fakultät Maschinenbau nach Garbsen enorme Räumlichkeiten frei, die neu beplant werden müssen. In diesen Prozess wollen wir uns zu Gunsten der Studierenden und neuer studentsicher Freiräume massiv einbrigen. Für uns steht fest, dass am Ende dieses Prozesses die Schaffung von neuen Freiräumen ein Muss ist.

 

Serviceorientierte Universität

Vielfach wird von Studierenden verlangt sich den Anforderungen der modernen Arbeits- und Wissenschaftswelt anzupassen. Dies kann jedoch keine Einbahnstraße sein. Auch die Universität Hannover muss sich den Ansprüchen der Studierenden anpassen und deutlich seviceorientierter arbeiten! Dazu gehören für uns verpflichtende Aufzeichnungen von Vorlesungen. Studierenden kann es angesichts der schlechten Raumsituationen nicht zugemutet werden bei jeder Veranstaltung zwingend anwesend zu sein.

Darüber hinaus fordern wir die Einführung von Online-Sprechstunden und die bessere Verfügbarkeit von Lehrenden für Rücksprachen mit Studierenden. Für die qualitativ hochwertige Gestaltung des eigenen Studiums ist die ständige Möglichkeit der direkten Rücksprache mit den Dozierenden dringend notwendig.

Zusätzlich muss die Zettelwirtschaft, die nach wie vor an einigen Fakultäten vorherrscht, ein Ende finden. Digitale Noten- und Leistungsübersichten sind kein Luxus sondern ein Minimum an Service, der stattfinden muss!

Nur wenn die Universität auf die Bedürfnisse von uns Studierenden reagiert, ist uns ein flexibles und qualitatives Studium möglich!


 

Teilzeitstudiengänge einführen

Um (Jungen) Eltern und Berufstätigen ein Studium zu ermöglichen, muss in allen Bereichen ein Teilzeitstudium ermöglicht werden. Kinder oder ein Job dürfen kein Ausschlusskriterium zu einem Studium darstellen, das weiter qualifizieren soll! Um diesem Zielkonflikt entgegen zu wirken fordern wir den Ausbau von Teilzeitstudiengängen, welche Müttern oder Vätern die Balance zwischen elterlichen Pflichten und einem universitären Studium ermöglichen.

Für Studierende mit Kind gibt es bereits ein Angebot mit Kindertagesstätten und vergünstigtem Mensaessen. Jedoch kann es mit Tagesbetreuung und Essen nicht getan sein. Es werden weitere Angebote benötigt, damit junge Eltern während des Studiums flexibel bleiben können. Zudem benötigen einige Kindertagesstätten dringend eine Sanierung. Die finanziellen Mittel dafür wollen wir zur Verfügung stellen.

 

Mobilität stärken - Fahrradleihstellen anschaffen

Das Konzept des Bike-Sharings ist besonders für Studierende ideal ökologisch verträglich und gleichzeitig gesund. So sind bereits mehrere Pilotprojekte gestartet, in welchen die allgemeine Studierendenschaft der Universitäten in Kooperation mit örtlichen oder bundesweit operierenden Unternehmen einen Mobilitätsvertrag geschlossen haben. Zwar ist von allen Student*innen ein kleiner Beitrag zusätzlich zur Semestergebühr zu erbringen, jedoch können diese dann entgeltfrei und kurzfristige  Fahrräder an jeglichen Universitätsstandorten für bis zu 30 Minuten entleihen .

Unserer Meinung nach würde dies insbesondere für alle Pendler*innen von großem Nutzen sein, wenn die Orte an denen ihre Vorlesungen stattfinden, an unterschiedlichen Campus sind.


 

Gute Arbeit

Veränderungen herbeizuführen, die die arbeitsrechtliche Situation der studentischen Hilfskräfte (HiWis) verbessern, sind nicht leicht. Zur Umsetzung muss die arbeitende Studierendenschaft mobilisiert werden. Mittel zum Erreichen der Forderung ist der Arbeitskampf. Hier können der AStA, die Fach(schafts)räte und die hochschulpolitischen Gruppen gemeinsam aktiv werden! Wir wollen uns dem Thema in der nächsten StuRa-Legislatur annehmen und einen Aktionsplan ausarbeiten, um folgende Themen zu erreichen:

 

Eigener Tarifvertrag für HiWis – Studierendenschaft mobilisieren

Wir fordern einen eigenen Tarifvertrag für HiWis, denn es ist nicht ersichtlich, warum HiWis weniger Rechte haben sollen, als anderes Personal. Berlin hat zB. als einziges Bundesland einen Tarifvertrag für HiWis. Niedersachsen muss da nachziehen, denn auch HiWis sind auf die Nebentätigkeit oft genauso angewiesen, wie andere Arbeitnehmer*innen auf ihren Job, daher brauchen auch diese Beschäftigungssicherheit. Befristungsketten, durch die große Unsicherheiten entstehen können, lehnen wir ab.


Personalrat für HiWis

Im Zuge der geplanten NHG-Novelle wird es wohl endlich einen Personalrat für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen geben. Doch das ist nicht genug! Auch studentische Hilfskräfte haben Rechte, deren Einhaltung überwacht werden muss. Darum muss nun auch endlich eine Personalvertretung für HiWis eingerichtet werden. Übergangsweise sehen wir den AStA und die Fach(schafts)räte in der Pflicht diese Fuktion so gut es geht auszufüllen.

 

Missbrauch der Arbeitnehmer*innenrechte der HiWis verhindern

Auch jetzt haben HiWis Rechte. Urlaub, Krankheit usw. müssen auch hier beachtet werden. Dennoch werden die gesetzlichen Regelungen häufig umgangen. Daher sollen der AStA und die Fach(schafts)räte gemeinsam mit den Gewerkschaften auf die geltenden Rechte der HiWis aufmerksam machen und einen Aktionsplan erarbeiten, um Missbrauch zu verhindern!


 

Hochschuldemokratie

Nachdem wir grundlegend mitgeholfen haben das neue Niedersächsiche Hochschulgesetz zu formen, arbeiten wir jedoch noch weiter an der studentischen Mitbestimmung und der Verwirklichung einer demokratischen Hochschule. Was gut ist, kann noch besser werden!

 

Rüstungsforschungsfreie Universität – Zivil- und Transparenzklausel in das Hochschulgesetz

Obwohl die friedliche Forschung im Leitbild verankert ist, nimmt die Rüstungsforschung an der Universität nicht ab sondern zu. Es ist für uns nicht haltbar, dass weiterhin in großem Maße für die Rüstungsindustrie geforscht wird und Studierende -oftmals ohne ihr Wissen- zum Handlanger dieser Industrie gemacht werden.

Die Uni hat gezeigt, dass Selbstverpflichtungen das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Daher muss der Gesetzgeber ran und die Zivilklausel muss in das Hochschulgesetz. Darüber hinaus müssen die Gremien der Hochschule über das Ausmaß und die Auftraggeber der Forschung informiert sein. Eine Transparenzklausel ist unabdingbar. Wir fordern die Offenlegung der entsprechenden Gelder und Bereiche.

 

Viertelparität in allen akademischen Gremien, jetzt!

Die Vergabe der Studienqualitätsmittel hat gezeigt, dass eine verantwortungsbewusste Beteiligung der Studierenden an der Hochschuldemokratie möglich ist. Das jetzige Modell, in dem die Lehrenden stets die Mehrheit haben, lehnen wir ab. Die Studierenden müssen als größte Statusgruppe auch entsprechend Gewicht in den Gremien bekommen.

Daher fordern wir die gesetzliche Viertelparität in allen Uni-Gremien. Nur dadurch, dass alle Statusgruppen gleiche Mitspracherechte haben, kann sich die Universität langfristig für alle gerecht entwickeln.

 

Macht des Präsidiums schwächen, Mitbestimmung stärken

Um angeblich Zeit zu sparen, umgeht die Universität bei vielen wichtigen Entscheidungen die gewählten und vom Senat eingesetzten Gremien mit studentischer Beteiligung. Dies ist absolut undemokratisch. Das stärkste und entscheidungsmächtigste Gremium, das hierzu genutzt wird, ist die Dekan*innenrunde. Diese bekommt oft zu Unrecht das letzte Wort oder die alleinige Entscheidungsmacht, oft sogar über den Senat hinweg. Deshalb fordern wir eine Entmachtung der Dekan*innenrunde. Das gleiche gilt für die Hochschul- und Stiftungsräte, die die Universität von außen lenken können ohne dass die dafür notwendige demokratische Legitimation vorhanden wäre. Selbstverwaltung soll wieder groß geschrieben werden.

Um die Transparenz zu gewährleisten sollen alle akademischen Gremien hochschulöffentlich tagen.

 

Studentische*r Vizepräsident*in

Weil die meisten wichtigen Entscheidungen leider nicht vom Senat, sondern vom Uni-Präsidium beschlossen werden, müssen die Studierenden auch dort beteiligt werden. An einigen privaten Unis gibt es derzeit schon eine*n studentische*n Vizepräsident*in. Wir wollen uns stark machen, dass auch unsere Uni solch eine*n Vizepräsident*in bekommt, damit Transparenz gefördert wird und wir unsere Mitsprachemöglichkeiten maximieren.

 

Transparenz bei Drittmitteln

Der Einfluss der Wirtschaft auf die Forschung muss transparent werden. Nur so können ungewollte Einflussnahmen von außen verhindert  und die Wirksamkeit der Zivilklausel überprüft werden. Darum wollen wir eine Transparenzklausel, die Drittmittel offen legt.

 

Studienqualitätsmittel sinnvoll nutzen – Mehrheit bei den Studierenden belassen

Die Studienqualitätsmittel (SQM) sind der Ersatz für die seit Wintersemester 2014/15 wegfallenden Studiengebühren. Diese können jedoch nur mit studentischer Beteiligung und nur zur Verbesserung von Studium und Lehre verteilt werden. Derzeit stellen die Studierenden die Mehrheit der Kommissionsmitglieder und haben somit eine gestalterische Mehrheit in einem Gremium, das über die Verteilung von vielen Millionen Euro bestimmt. Auch die Jusos sind mit zwei ordentlichen Vertreter*innen und zwei Stellvertreter*innen gut in der Studienqualitätskommission vertreten und konnten so bereits mehrere Projekte zu Gunsten der Studierendenschaft durchsetzen.

Diese außergewöhnliche Stellung der Studienqualitätskommission wollen wir um jeden Preis erhalten und uns für den Erhalt der studentischen Mehrheit einsetzen. Zudem wollen wir uns auch weiterhin stark in die Verteilung der SQM einbringen und so die Universität entscheidend mitgestalten. Insbesondere studentische Projekte und Initiativen sollen so eine Chance auf Verwirklichung bekommen.

 

Starke Fachschaften, starke Studierendenschaft

Starke Fachschaften und Fachräte sind der Schlüssel zu einer selbstbewussten Studierendenschaft, die sich ihrer Probleme selbstständig annehmen kann. Aufgrund Ihrer Nähe zu Lehrenden und Studierenden können die Fachräte und Fachschaften Probleme schnell identifizieren und Lösungen erarbeiten. Daher ist die Stärkung der Studierendenvertretungen auf Fakultätsebene unser Ziel.

Dort wo es uns möglich ist wollen wir Fachschaften und Fachräte personell unterstützen und politisch aktivieren. Oftmals verweigern sich die studentischen Vertretungen ihrem politischen Mandat. Dies wird jedoch im Hochschulgesetz festgeschrieben. Daher betrachten wir es als unsere Aufgabe die unpolitischen Fachschaften und Fachräte aus der Entpolitisierung zu befreien.

Fachräte, die um ihre studentischen Freiräume kämpfen müssen, wie z.B. der FR Politikwissenschaften wollen wir selbstverständlich dabei unterstützen und nicht alleine der Willkür des Präsidiums und des Dekanats überlassen. Weiterhin wollen wir, dass jeder Fachrat und jeder Fachschaftsrat der dies wünscht einen eigenen, attraktiven und institutsnahen Raum zur Verfügung gestellt bekommt. Eine schlagkräftige Arbeit kann nur über eigene und geeignete Räumlichkeiten erfolgen.

Wir wollen den aktiven, linken AStA erhalten und uns an Aktionen und Veranstaltungen beteiligen.

 

Elektronisches Wähler*innenverzeichnis ermöglichen

Zu jeder Wahl ändern sich die Orte, an denen die Studierenden der unterschiedlichen Fakultäten ihr Wahlrecht nutzen können. Da kann man schnell mal den Überblick verlieren. Es macht die Wahl auch nicht unbedingt attraktiver. Deswegen fordern wir ein elektronisches Wähler*inneverzeichnis, welches ermöglicht, an jedem Wahlort an der Hochschule die Stimme abgeben zu können.


 

Feminismus und Antifaschismus

 

Mehr weibliche Professorinnen berufen.

Frauen sind bei den Professuren und in Leitungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Wir fordern perspektivisch einen Frauenanteil von 50% in wissenschaftlichen Spitzenpositionen der Universität. Dazu bedarf es der gezielten Förderung von Frauen bei Promotionen und der vermehrten Einstellung von Frauen bei Neubesetzungen entsprechender Stellen.

Außerdem sollen Männerdominierte Studiengänge für Frauen attraktiver gestaltet werden.

 

Awarenessstrukturen auf allen Partys der Studierendenschaft

Der AStA hat im vergangenen Jahr einen Awarenessleitfaden erstellt nach dem Veranstaltungen der Studierenschaft stattfinden sollen, um sexistische und rassistische Übergriffe auf ein Minimum zu reduzieren. Dieser Leitfaden muss weiter verbreitet und Fachschaften und Fachräte dazu angehalten werden diesen zu befolgen. Wir begrüßen starke Awarenessstrukturen an der Universität!

 

Keine Sexistische Werbung an der Uni

Studierende sind im Kapitalismus für viele in erster Linie Konsument*innen. Als Zielgruppe werden sie von Unternehmen, aber auch Partyveranstalter*innen umworben, deren Werbung häufig sexistisch ist. Als Feminist*innen fordern wir, dass sexistische Werbung an der Uni entfernt wird und Unternehmen, die in der Vergangenheit durch derartige Werbung aufgefallen sind, nicht wieder auf dem Campus werben dürfen.

 

Sexueller Belästigung entgegentreten

Sexuelle Belästigung gehört zum Alltag – auch an der Universität. Das wollen wir nicht hinnehmen. Deshalb fordern wir eine Sensibilisierung der Studierenden und Lehrenden durch gezielte Aufklärung. Angebote für Betroffene müssen stärker beworben werden, denn sexuelle Belästigung ist kein individuelles Problem, sondern ein Gesamtgesellschaftliches.

 

Antifaschismus ist Pflicht!

Leider ist die Universität kein antifaschistischer Raum. Ganz im Gegenteil! Ausgrenzende Männerbünde, wie Verbindungen und Burschenschaften, sind auf dem Campus präsent wie eh und je und versuchen gezielt Studienanfänger in ihre Häuser zu locken. Wir fordern ein Werbeverbot für Burschenschaften und Verbindungen auf dem Campus!

Gleichzeitig müssen wir uns auch mit der Situation auseinandersetzen, dass die Mitglieder nationalistischer Parteien mit uns studieren und Seminare und Vorlesungen nutzen, um eine Plattform für ihre menschenverachtende und nationalistische Ideologie zu haben. Dies darf nicht passieren und muss von Dozierenden unterbunden werden! Die Universität hat sich in der Vergangenheit ein Leitbild gegeben in dem gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in jeder Form im universitären Betrieb abgelehnt wird. Dieses Leitbild muss nun praktisch umgesetzt werden, um rechten Ideologien in der Uni von Anfang an den Boden zu entziehen.

Wir wollen, dass die Universität der antifaschistische Raum wird, der sie sein sollte. Dazu wollen wir sowohl über die universitären Gremien, als auch über die Mobilisierung der Studierendenschaft alle Hebel nutzen, die uns möglich sind.